Mattheis: Wir sollten keine Millionen für eine ideologische Studie ausgeben

Veröffentlicht am 11.02.2019 in Pressemitteilungen

Berlin, 11.02.2019 – Wie nun bekannt wurde, hat das Bundeskabinett im Rahmen des Koalitionskompromisses zum §219a fünf Millionen Euro für eine Studie zu den psychologischen Auswirkungen von Schwangerschaftsabbrüchen bewilligt. Die Bundestagsabgeordnete Hilde Mattheis, Berichterstatterin der SPD-Bundestagsfraktion für Frauengesundheit kritisiert die Entscheidung.

„Ich bin schockiert über diese Entscheidung des Bundeskabinetts. Es sollen fünf Millionen Euro für eine wissenschaftlich unsinnige und ideologisch motivierte Studie vergeudet werden“, kritisiert Mattheis. „Hier sollte der Gesetzgeber ein Stoppschild setzen und die Mittel für das Bundesministerium für diesen Verwendungszweck nicht bereitstellen.“

Die Situation von Frauen bei Schwangerschaftsabbrüchen ist durch eine sehr umfangreiche Studienlage untersucht. Alle seriösen Studien dazu haben auch belegt, dass ein sogenanntes Post Abortion Syndrom nicht existiert. Es ist unklar, warum eine erneute Studie ein anderes Ergebnis bringen sollte.

„Richtig ist, dass Frauengesundheit in der Gesundheitsforschung systematisch vernachlässigt ist.“, erklärte Mattheis. „Wir wissen, dass es im Gesundheitsbereich zahlreiche Fehlanreize und Fehlversorgung für Frauen gibt, aber nicht welche Folgen das für Frauen hat. Wenn das Gesundheitsministerium etwas für Frauen tun will, wären zusätzliche Gelder für Forschung in diesem Bereich richtig angelegt.“

 

Homepage Hilde Mattheis MdB

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